Zu Hunderassen sowie zu F1 und MultiGen finden sich zahlreiche Informationen. Bei Goldendoodles ist die Abstammung besonders vielschichtig, weil sie aus der Verpaarung eines Pudels mit einem Golden Retriever hervorgehen. Anschließend sind weitere Kreuzungen mit mehr Pudel-, Retriever- oder Doodle-Anteil möglich.

Damit stellt sich die Frage: Welche Goldendoodle-Generation passt am besten zu mir, und welche eignet sich besonders gut als Haustier?
Im Detail ist die Antwort komplex, grundsätzlich jedoch einfach: Goldendoodles aller Generationen können liebevolle, intelligente und großartige Haustiere sein.
Wenn Sie einen Hund suchen, der möglichst wenig haart, kommt insbesondere ein F1B-Doodle infrage.
Wer sich maximale Zotteligkeit und den klassischen Teddybär-Look eines Goldendoodles wünscht, findet diesen wahrscheinlich bei einem F1-Goldendoodle. Im Folgenden betrachten wir die verfügbaren Generationen und ihre Bedeutung genauer, damit Sie eine möglichst passende Entscheidung treffen können.
F1 verständlich erklärt
- F1 Goldendoodle: 50% Poodle & 50% Golden Retriever
Ein Goldendoodle der ersten Generation entsteht aus einem reinrassigen 100% Golden Retriever und einem reinrassigen 100% Standardpudel. Somit besteht das Ergebnis zu 50% aus Golden Retriever und zu 50% aus Pudel.
Der F1 Goldendoodle entspricht dem klassischen Bild, das viele Menschen mit dem Begriff „Goldendoodle“ verbinden. Die F1-Genetik kann jedoch stark variieren und damit auch das Erscheinungsbild beeinflussen. Manche Tiere haaren, andere kaum oder gar nicht. Das Fell kann außerdem glatt wie beim Golden Retriever, wellig oder lockig wie beim Pudel ausfallen. - F1 Goldendoodles profitieren am stärksten vom Hybrid Vigor. Die erste Kreuzung zweier reinrassiger Hunde gilt dabei als gesünder als die jeweiligen reinrassigen Elterntiere. Hintergrund ist, dass Inzucht genetische Defekte begünstigt. Als Hybridhunde können Goldendoodles nur solche genetischen Probleme erben, die bei Standardpudel und Golden Retriever vorkommen.
- Merkmale des F1 Goldendoodle
- Fellstruktur: gerade, wellig oder lockig
- Hypoallergen: nicht garantiert
- Nicht haarend: nicht garantiert
- Hybrid Vigor: Ja, hier am stärksten ausgeprägt
- Fellstruktur: lockig
- Hypoallergen: innerhalb der 1. Generation am stärksten ausgeprägt.
- Nicht haarend: Goldendoodle der 1. Generation mit besonders geringem Haarverlust.
- Hybrid Vigor: Ja, jedoch geringer als bei F1 und F1B Goldendoodles, weil es sich um die 3. Generation von Nachkommen handelt.
Die Generation F1b
- Goldendoodle: 75% Poodle & 25% Golden Retriever
Ein F1B Goldendoodle mit 75% Pudel und 25% Golden Retriever entsteht aus einem F1 Goldendoodle mit 50% Pudel und 50% Golden Retriever sowie einer ursprünglichen reinrassigen Linie – entweder einem 100% Standard Pudel oder einem 100% Golden Retriever. Fast immer ist ein F1B Goldendoodle das Ergebnis der Verpaarung eines F1 Goldendoodle mit einem 100% Standard Pudel, weil Züchter ein möglichst wenig haarendes und hypoallergenes Fell anstreben. Diese F1B-Rückkreuzung eines F1-Goldendoodles mit einem Pudel heißt Backcross und erklärt, weshalb sie F1B genannt wird. - Die F1B Goldendoodle-Generation wird häufig als hypoallergener Golden Retriever beschrieben, weil sie einen größeren Anteil an Pudelmerkmalen erbt. Dazu gehören das von vielen Haltern gewünschte hypoallergene und wenig haarende Fell. F1B Goldendoodles entwickeln deshalb meist Locken und können für Menschen mit mittelschweren Hundeallergien eine gute Wahl sein. Stark gelocktes Fell benötigt allerdings intensive Pflege, damit es nicht verfilzt.
- Auch F1B Goldendoodles können vom Hybrid Vigor profitieren und dadurch gesünder als ihre reinrassigen Elterntiere sein. Da F1B technisch die „2.“ Generation beziehungsweise Nachkommenschaft der Goldendoodles darstellt, ist dieser Effekt bereits etwas schwächer. Mit jeder weiteren Hybridgeneration gehen einige Eigenschaften des Hybrid Vigor zurück.
Merkmale des F1B Goldendoodle
- Fellstruktur: wellig oder lockig
- Hypoallergen: üblicherweise ja
- Nicht haarend: in der Regel ja
- Hybrid Vigor: Ja, aber schwächer als bei F1 Goldendoodles, da es sich um die 2. Generation von Nachkommen handelt.
Die Generation F2
- Goldendoodle: 50% Poodle & 50% Golden Retriever
Ein F2 Goldendoodle mit 50% Pudel und 50% Golden Retriever gehört zur zweiten Goldendoodle-Generation. Er entsteht durch die Kreuzung eines F1 Goldendoodle mit einem weiteren F1 Goldendoodle. Da der Anteil von Golden Retriever und Pudel gleich bleibt, ähneln Tiere der F2-Generation teilweise der F1-Generation. Viele Züchter verzichten dennoch auf F2-Goldendoodles, weil ihre Genetik hinsichtlich Fellart, Fellbeschaffenheit und Stärke des Haarens besonders schwer vorherzusagen ist.
Fellstruktur: sehr unterschiedlich und schwer vorhersehbar; gerade, wellig oder lockig.
- Hypoallergen: nicht vorhersehbar.
- Nicht haarend: nicht vorhersehbar.
- Hybrid Vigor: Ja, jedoch geringer als in der F1-Generation.
F3 und MultiGen
- Goldendoodle or Multi-generation Goldendoodle: Several generations of Goldendoodle breeding typically backcross breeding to the Standard Poodle.
Der F3 Goldendoodle wird ebenfalls Multi-Generation Goldendoodle genannt und gehört zur 3. Generation oder einer späteren Goldendoodle-Generation. - Üblicherweise entsteht ein F3 Goldendoodle aus einem F1B Goldendoodle und einem weiteren F1B Doodle. Alternativ lässt sich ein F3-Goldendoodle aus einem F2-Goldendoodle und einem weiteren F2-Goldendoodle züchten. F3 Goldendoodles besitzen einen hohen Anteil an Pudelgenetik und können sich deshalb gut für Menschen mit Tierallergien eignen. Das Fell der F3 Goldendoodle-Generation reicht von stark gewellt bis sehr lockig, wodurch diese Generation als besonders allergikerfreundlich gilt.
- Die Bezeichnung Goldendoodle mit mehreren Generationen umfasst alle Goldendoodles jenseits der 2. Generation. Dazu zählen auch oben genannte Varianten wie F1BB, F2B und F2BB. Viele Züchter geben lediglich Multi-Generation Goldendoodle an, ohne die genaue Generation zu nennen. Fragen Sie deshalb direkt beim Züchter nach, welcher Generation Ihr Goldendoodle angehört.
- Fellstruktur: meist lockig
- Hypoallergen: normalerweise ja
- Nicht haarend: normalerweise ja
- Hybrid Vigor: nur noch gering, da es sich um eine spätere Generation handelt.
Gemeinsamkeiten aller Generationen
Goldendoodles sämtlicher Generationen teilen viele Eigenschaften: Sie gelten als intelligent und verspielt.
Jede Generation ist in der Regel sehr gut trainierbar. Diesen aufmerksamen und lernfreudigen Hunden lassen sich zahlreiche Tricks und besondere Aufgaben beibringen. Daher können GoldenDoodle auch unterstützend eingesetzt werden. Neue Verhaltensweisen lernen sie meist sehr gut.
Unabhängig von der Generation können sie treue, loyale Haustiere und ausgezeichnete Familienhunde sein.
Goldendoodles aller Generationen verfügen häufig über viel Energie und benötigen entsprechend Bewegung und Spiel!
Kurz zusammengefasst:
Allgemein bevorzuge ich Goldendoodle-Generationen, die möglichst hypoallergen sind, wenig haaren und zugleich einen Teil des Hybrid Vigor bewahren. Meine Top 3 Empfehlungen für Goldendoodle-Generationen lauten:
- F1b Goldendoodle (75% Pudel & 25% Golden Retriever)
- F2B Goldendoodle (62,5% Pudel & 37,5% Golden Retriever)
- F1BB Goldendoodle (87,5% Pudel & 12,5% Golden Retriever)
Falls hypoallergene Eigenschaften und geringer Haarverlust für Sie keine entscheidende Rolle spielen, können Sie Ihre Wahl stärker an Fellstruktur und -farbe ausrichten. Für ein lockigeres Fell, das deutlich mehr Pflege verlangt, eignet sich meist ein Goldendoodle mit hohem Pudelanteil. Wünschen Sie dagegen ein geraderes Fell, das eher zum Haaren neigt, wählen Sie tendenziell eine Generation mit mehr Golden Retriever, beispielsweise einen F1 Goldendoodle oder einen F2 Goldendoodle.